Auditive Herausforderung, Hörbeeinträchtigung

Spital


hospital-1802679_1280

Liebe Leserinnen und lieber Leser, wie sie wahrscheinlich schon bemerkt haben, war ich ein paar Wochen «off line». Der Grund dafür war ein Spitalbesuch und nachherige Erholung.

Seit etwa sechs Jahren, bin ich diagnostiziert mit Arthrose in den Hüften. Im vergangenen Jahr, wurden die Schmerzen in der linken Hüfte stärker. Bei ein Besuch in der Hüftsprechstunde Anfang dieses Jahres, wurde klar, das der linken Hüfte kaputt war, und eine neue Hüfte wurde notwendig. Da ich das so schnell wie möglich hinter mir haben wollte, war der entsprechende OP Ende Februar angesagt.

Im voraus habe ich natürlich alles so gut wie möglich vorbereitet und mich auch Gedanken gemacht wie ich die OP und Spitalaufenthalt als Hörbeeinträchtigte und Hörgeräteträgerin am besten angehen konnte.

Bei der Voruntersuchung habe ich alle Beteiligten ganz klar erwähnt, das ich bis zum letzten Moment meine Hörgeräte tragen wollte, und beim Aufwachen ganz bestimmt wieder brauchte. Ein Tipp einer guten Bekannter von mir, habe ich in der Praxis umgesetzt und hat wunderbar funktioniert. Ich hatte eine kleine Dose dabei, mit meinem Namen und Geburtsdatum darauf, in dem die Hörgeräte aufbewahrt werden konnten, während der OP und über Nacht.

Wie gehofft, hat man mir die Hörgeräte als der Narkose einsetzte ausgezogen und ich hatte die Hörgeräte als ich aufwachte wieder in den Ohren. Der ersten Nacht nach der OP hatte ich viel Schmerzen und war es mir oft schlecht, also habe ich meine Hörgeräte in der Nacht anbehalten, damit ich einfacher kommunizieren konnte falls ich Hilfe brauchte. Danach habe ich die Hörgeräte nachts ausgezogen und als ich sie brauchte wieder angezogen. Und ich muss sagen: es hat gar keine Kommunikationsprobleme gegeben! Nur war ich der Narkose wegen am Anfang noch etwas weniger konzentriert, und musste ich mich ein bisschen mehr anstrengen zu Lauschen, aber zu meiner grossen Freude hat alles wunderbar geklappt! Man hat im Spital überhaupt kein Problem aus meiner Hörbeeinträchtigung gemacht und auch sonst alle Lob für das Spital und dessen wunderbare Betreuung!

Morgen ist der OP genau 3 Wochen her und wenn ich jetzt eine Bilanz ziehen kann, dann bin ich überaus zufrieden! Die Erholung verläuft überaus gut und schnell: am 4. Tag nach der OP durfte ich schon nach Hause und ich kann heute in der Wohnung schon ganz gut ohne Gehstöcke laufen und draussen mit Gehstöcke geht es auch immer weiter und besser.

Auch meine Sorgen, dass der Narkose Auswirkung auf mein ohnehin schon schlechtes Gehör haben konnte, hat sich zum Glück nicht Bewahrheitet. Und da ich auch kein Antibiotikum brauchte, was ebenfalls Gehör schädlich auswirken könnte, ist mein Gehör zu meiner grossen Erleichterung nicht verschlechtert.

Nächste Woche fange ich an mit Physiotherapie und in etwa 2 Monate hoffe ich mich wieder schmerzfrei und gut Bewegen zu können!

Bis dann werde ich mich wieder regelmässig, obwohl etwas weniger als gewöhnt, weil ich noch nicht so lange mit den Beinen auf einen Stuhl sitzen darf, berichten.

Werbeanzeigen
Standard
Akustiker, Hörbeeinträchtigung

Die Entscheidung


panda-303949_1280

Für die Leserinnen und Leser die sich vielleicht fragen, wie geht es nun mit dem Testen der neuen Hörgeräte voran, habe ich heute eine erfreuliche Nachricht: die Entscheidung ist getroffen!

Da mir nach intensivem Testen Anfang Januar noch immer nicht ganz klar war, welches von den beiden Hörgeräten für mich nun wirklich das beste war, habe ich mich dafür entschieden, noch ein drittes Hörgerät zu testen. Gleiche Marke und auch der gleichen Serien, aber in Funktionalität irgendwo zwischen den beiden anderen Hörgeräten.

Als ich dann dieses neue Gerät sofort testen konnte, als mein Mann und ich mit ein paar Freunden im Pub etwas getrunken und gegessen haben, hatte ich tatsächlich Mühe die Gespräche zu verstehen, obwohl es in dem Pub nicht besonders laut und voll war.

Eine Woche später, habe ich unter ähnliche Bedingungen die ersten Hörgeräte zum Vergleich noch mal getestet. Diesmal war es in der Pub sogar noch lauter und voller. Es wurde mir aber bald klar, das ich trotzdem mein Mann relativ gut verstehen konnte, und sogar noch Gesprächsfaden aus der Umgebung verstand. Der Unterschied zwischen beiden Hörgeräten schien sogar noch klarer als beim Testen der zweiten Hörgeräte.

Dies war wohl der deutlichste Hinweis, das die erste Hörgeräte für mich auch die best passenden waren. Und da stand meine Entscheidung fest.

Beim Abschluss Hörtest, beim Akustiker, war mit den neuen Hörgeräten mein Sprachverständnis für Zahlen und Wörter bei sehr leiser Lautstärke etwa 90% und bei normaler Sprachlautstärke sogar 100%! Sowohl mein Akustiker als ich waren von diesem Ergebnis sehr überrascht, da mein Hörverlust mehr als 70% ist …
Das bedeutet, das meine Testphase nicht nur erfolgreich abgeschlossen ist, sondern das die neue Hörgeräte auch einen grossen Mehrwert für mich haben.

Das lang nicht jede Hörgeräteanpassung so erfolgreich verläuft, bin ich mir durchaus bewusst. Daher schätze ich es umso mehr, was mir die neue Hörgeräte bieten können.

Bei den Zusatzgeräten die ich ebenfalls getestet habe, war nur eins, einen TV-Adaptor erfolgreich. Ein sogenannten Streamer für unter anderem das Festtelefon und PC (Skype), funktionierte nicht wie gehofft. Eigentlich brauchte ich das Gerät vor allem für das Telefonieren mit dem Festtelefon. Leider aber, stimmte das Bluetooth Protokoll vom Gerät nicht mit dem Bluetooth Protokoll vom Festtelefon überein. Kurz gesagt: unser Festtelefon war zu alt.

Aber dieses Problem haben wir zum Glück auch lösen können. Wir haben ein nicht zu teures Festtelefon gekauft, das dem richtigen Bluetooth Protokoll entspricht und ich kann jetzt sogar mein RogerPen daran koppeln. Auf diese Weise kann ich wieder über Bluetooth mit dem Festtelefon telefonieren und höre dabei die Stimme meines Gesprächspartners (meistens meiner Mutter) direkt in den Hörgeräten, was telefonieren für mich weniger anstrengend macht und die Verständlichkeit allerdings verbessert. Auch meinem Mann und die Nachbarn werden sich darüber freuen, weil ich nicht mehr über die TelefonLAUTsprecher telefonieren muss.

Also, Ende gut, alles gut. Ich bin froh, meine Umgebung ist froh und sogar mein Mann ist froh. Nur unser Bankkonto freut sich nicht, aber auch da werden wir eine Lösung finden!

Standard
Auditive Herausforderung, Hyperakusis, Laut, Tinnitus

„Marga hört zu viel!“


Hyperakusis, Überempfindlichkeit gegen Lärm, ist allgemein weniger bekannt als Tinnitus, aber es gibt viele Menschen, die mehr oder weniger stark darunter leiden.

In diesem Rubrik «Marga hört zu viel!»  schreibt Marga van Hintum regelmässig über ihre Erfahrungen mit Hyperacusis.

Hausschlüssel mit Bodywarmer

Ich habe vorher über Anpassungen im und um der Wohnung geschrieben. Anpassungen, die das Leben mit Hyperakusis* angenehmer machen. Nein, angenehm ist nicht das Richtige Wort. Es ist eigentlich erträglich, mit all den lästigen und schmerzhaften Klangreize, die mir pro Tag ins Ohr kamen. Das war nicht lebenswert. Ich hatte anfangs eine sehr depressive Phase.

Am Anfang
Ich wurde überwiesen und zur Therapie in einem großen akademischen Krankenhaus eingeschrieben. Ich konnte erst zwei Monate später dorthin gehen. Also musste ich eine Weile Geduld haben. Dann dauern zwei Monate sehr lang!

In dieser Anfangsphase hatte ich Angst. Aus Angst vor dem Unbekannten. War Böse, auf Tinnitus und Hyperakusis. Das dies ausgerechnet mir passiert! Und traurig. Wenn es nicht verbesserte, würde es mein ganzes Leben auf den Kopf stellen. Besonders meine Arbeit als Musikerin. Ungeduldig, mit der Therapie zu beginnen. Ungeduldig, alles herauszufinden, wirklich alles über das t und h. Ja, ich verkürze sie oft; das habe ich in Internetforen gelernt.

Therapie
In dieser Anfangszeit habe ich mir viel Wissen angeeignet. Das Internet ist eine riesige Quelle im Bereich von t und h. Zuverlässig oft, aber manchmal wirklich nicht zu vertrauen.

Zum Beispiel die schrecklichen Erfahrungsgeschichten. Von jemandem, der Selbstmord begangen hat. Ich hatte eine sehr schlechte Nacht.

Die Organisationen, die mehr Informationen zur Verfügung stellen. Eine riesige Flut von objektiven Informationen. Und die Foren. Viel Lesefutter. Viele Stunden des Lesens und Nachlesen. Denn meine Konzentrationsfähigkeit war und ist immer noch nicht optimal. Ich machte mir Notizen, so dass ich danach nicht mehr suchen musste.

Und die Erfolgsgeschichten alternativer Therapien. Die Tonnen mit Geld kosten. Ihre Wirksamkeit ist noch nicht nachgewiesen. Ich bin dagegen allergisch geworden.

Zuverlässig
Aber als ich von einem HNO-Arzt an ein Universitätsklinikum überwiesen wurde, vertraute ich darauf! Und darauf musste ich lange warten. Ich hatte Angst, dass sich meine Symptome nur während dieser Wartezeit verstärken würden. Vielleicht war das der Fall?

Wie auch immer, endlich konnte ich anfangen. Ich werde ein anderes Mal mehr über die Therapie erzählen. Die Zusammenfassung? Es hat nicht die gewünschte Wirkung auf mich gehabt. Für das t ja, für das h fast nicht.

Anziehen die Schlüssel
Ich kann jetzt gut mit dem Tinnitus umgehen. Meine Form der Hyperakusis hat sich jedoch als hartnäckig erwiesen. Es verbesserte sich nicht. Na ja, ein sehr kleines bisschen, das stimmt. Aber im Übrigen muss ich selbst das Beste daraus machen. Und das habe ich getan.

Und so haben wir alle Varianten des geräuschlosen Kunststoffs ins Haus geholt. Teller und Besteck. Silikonfliesenabdeckungen. Ich habe schon mal darüber geschrieben. Und dreifaches Glas in den Fenstern. Nun, wir wohnen gut, also dann hat man auch etwas dafür übrig ….. Ein Kleid auf dem Glastisch. Die Gläser im Schrank sind weit außen und nebeneinander, nicht gestapelt. Mopp statt Staubsaugen. Die Pflanzen säen in Innenräumen statt im Freien. Heimlieferung statt Essen in Restaurants. Die Liste ist lang.

Ein Mensch wird enorm einfallsreich. So erhielten die Schlüssel am Schlüsselbund alle einen Bodywarmer; eine dicke Schicht Klebeband um den Körper jedes Schlüssels. Dann können sie sich nicht gegeneinander schlagen, diese lauten Lärmigen.

* Hyperakusis, wörtlich „Ich höre zu viel“, ist ein Zustand, in dem man für gewöhnliche Alltagsgeräusche überempfindlich ist. „Die Lautstärkeregelung von Umgebungsgeräuschen ist für eine Person mit Hyperakusis dauerhaft zu hoch eingestellt.“Für mich sind die höheren Frequenzen besonders ärgerlich und verletzen meinen Kopf.

Hyperakusis tritt in vielen Formen auf. Und oft auch in Kombination mit Tinnitus, so wie bei mir.

Standard
Hörbeeinträchtigung

Zweihundert


Neulich hat mir WordPress erzählt, das ich schon 200 Blogbeiträge in „Ich bin Schwerhörig, na und?“ veröffentlicht habe. Einen richtigen Meilenstein, die unerwartet schnell gekommen ist und möchte mich an dieser Stelle bei meiner Leserinnen und meinen Lesern ganz herzlich für Ihren Interesse bedanken!

Dieser Hinweis bedeutet für mich aber auch das es jetzt an der Zeit ist ein wenig zu Reflektieren.

Schon seit etwa 3,5 Jahren schreibe ich nun über die Hörbeeinträchtigung im Alltag. Im Laufe der Zeit ist die Webseite erwachsen geworden, nicht nur äusserlich sondern auch inhaltlich. Spezifische Themen sind von einem neuen Team aufgenommen worden und hatten bisher einen sehr guten Empfang.
Die Rubrik «Erfahrungsgemäss», in dem andere hörbeeinträchtigte Menschen oder Fachpersonen die mit hörbeeinträchtige Menschen arbeiten über ihre Erfahrungen erzählen, hatte leider bisher weniger Anklang.
Die erhaltene Rückmeldungen zeigen, dass viele hörbeeinträchtigte Leserinnen und Leser sich aber in den meisten Themen erkennen und diese auch schätzen.
Auch die beiden Bücher mit den ersten 100 Blogbeiträgen werden noch verkauft. Die Facebookseite von «Ich bin Schwerhörig, na und?» wird gut besucht und in dem gekoppelten Facebookgruppe finden regelmässig Diskussionen statt.
Seit einem Jahr habe ich einen eigenen Kolumne in Spektrum Hören, einem Magazin für Hörbeeinträchtigte Menschen.
Und in diesem Jahr steht ausserdem noch eine Lesung in Wien auf dem Programm.

Die Frage ist nun, habe ich damit auch mein Anfangsziel erreicht? Mein Anfangsziel war – und ist immer noch – mich nicht darüber zu beschweren, wie schlecht „wir“ Hörbeeeinträchtigten es wohl haben, sondern zu zeigen, dass „wir“ nicht Opfer unserer Beeinträchtigung sind.
Ebenso hoffte ich, durch öffentlich über das Thema Hörbeeinträchtigung im Alltag zu schreiben und erzählen, dass dieses Thema nicht nur für die hörbeeinträchtigte Menschen viel Erkennung, mehr Offenheit und mehr Akzeptanz bringen würde, sondern auch eine Brücke schlagen könnte zu ihrem hörenden Umfeld.

So wie ich es nach 3 Jahren schreiben einschätzen kann, hat sich dieses Ziel heute zum grössten Teil bewehrt. Nur die Brücke zum hörenden Umfeld ist noch nicht fertig. Mein Blog und Kolumne werden überwiegend noch von hörbeeinträchtigten Menschen gelesen und die Vorlesungen von hörbeeinträchtigten Menschen besucht. Das ist natürlich wunderbar und wünschenswert, aber im hörenden Umfeld braucht es also noch etwas Arbeit, oder vielleicht sogar einen besseren «Architekten», damit es auch im hörenden Umfeld zu mehr Verständnis und Akzeptanz kommen kann.

Das heisst für mich, dass ich vorläufig noch nicht fertig bin mit meinem Blog, Facebookseite/-gruppe, Kolumne und Vorlesungen. Das Thema «Hörbeeinträchtigung im Alltag» braucht weiterhin noch mehr Öffentlichkeit. Und daran werde ich auch in der nächsten Zeit fleissig weiterarbeiten und hoffe dabei auf Ihrer Unterstützung. Schliesslich bin ich für Sie da, und nicht umgekehrt. Haben Sie Anregungen, Themen, Wünschen, Ideen oder Vorschläge? Dann möchte ich Sie bitten es mir zu melden und … erzählen Sie es offen weiter!

Herzlichst, Ihre Renee Iseli – Smits

Standard
Hörbeeinträchtigung, Hyperakusis, Tinnitus

„Marga hört zu viel!“


Hyperakusis, Überempfindlichkeit gegen Lärm, ist allgemein weniger bekannt als Tinnitus, aber es gibt viele Menschen, die mehr oder weniger stark darunter leiden.

In diesem Rubrik «Marga hört zu viel!»  schreibt Marga van Hintum regelmässig über ihre Erfahrungen mit Hyperacusis.

APK für einen Hyperakustiker
Vor mehr als 3 Jahren habe ich die Therapie für Tinnitus und Hyperakusis* am Erasmus MC in Rotterdam verfolgt. Eine Intensivtherapie. Teils in der Gruppe, teils einzeln. Zunächst gab es einen Kurstag in einer Gruppe. Wir bekamen viele Informationen und eine Mappe voller Ratschläge und Tipps ging damit nach Hause. Ein anstrengender Tag, wegen der Gruppenstruktur. Und der Kurstag fand in einem klimatisierten Raum statt. Zwei Faktoren, die für die Hyperakustik nicht besonders günstig sind. In den folgenden Monaten hatte ich eine Reihe von Einzelgesprächen.

Dein Auto fährt ab und zu in die Garage, für den Autoinspektion, das Apk. Das ist es, was die Staatliche Straßenverkehrsbehörden tun müssen. Nach 3 Jahren dachte ich, es wäre Zeit für ein Apk. Also wandte ich mich an das Tinnitus-Team, Audiologieabteilung der HNO-Poli. Ein voller Mund. Ich durfte zu einem Folgetermin kommen.

Anmelde-Säule
Und so gingen mein Liebster und ich in den brandneuen Teil vom Erasmus MC (Medisches Zentrum) in Rotterdam. Die Poli’s hatten sich kurz danach bewegt. Alles war brandneu. Vom Parkhaus aus betraten wir eine riesige Halle. Mit viel einfallendem Tageslicht. Und mit Anmelde-Säulen. Wo kein Mensch mehr beteiligt ist. Man muss ein Personalausweis eingeben. Und der Computer erkennt, wo man sein muss, wofür man da sein muss und zu welchem Zeitpunkt. Und mit all diesen Informationen auf einem frisch gedruckten Blatt Papier kann man dann weitergehen. Und weitergehen. Es sieht aus wie Schiphol (Niederländischer Lufthafen, R.I), aber ohne Laufband. Mann, was für ein Abstand. Aber wir, mit unseren trainierten Beinen, hatten es nicht schwer, das zu laufen! Wir bewunderten den schönen Boden entlang des Weges, staunten über das Tageslicht, das eintrat und die Besichtigung und so weiter in Richtung HNO-Abteilung.
Und in der HNO-Audiologie gibt es eine weitere Registrierungssäule. Wo wieder kein Mensch mehr gebraucht wird. Das nennt man Zukunft! Der Computer übernimmt. Dies ist billiger als ein Mitarbeiter, der in den Urlaub fahren möchte, einen dreizehnten Monat und Rücksprache mit dem Manager. Wenn der Computer dér Weg wäre, die Gesundheitskosten in akzeptablen Grenzen zu halten. Alléz. Aber der Manager wird es trotzdem schaffen. Sie kann nicht durch einen Roboter ersetzt werden.

Noch keine neuen Entwicklungen
Und wenn das APK einmal gestartet ist, wird es separat ausgewertet, zurückgeschaut, zusammengefasst, abgeschlossen und vorausgeschaut.
Die Wissenschaft, insbesondere bei Hyperakusis, hat es immer noch schwer. Der Ansatz Hyperakusis gegenüber hat sich im gegensatz zum Tinnitus in mancherlei Hinsicht verändert. Aber es gibt sicherlich noch keine neue Sichtweise. Es gibt, gerade bei der Hyperakusis, keine wirklich neuen Entwicklungen. Die Therapie in ihrer jetzigen Form wird letztlich keine Garantie geben können. Nicht jedem wird vollständig geholfen. Aber vielleicht, in ferner Zukunft?
Ich habe die Therapie als nützlich erfahren, besonders bei Tinnitus. Was die Hyperakusis betrifft, so hat die Therapie dort leider nicht viel Wirkung gezeigt. Ich fand es sicherlich nützlich, zurückzublicken. Und um nach vorne zu schauen.
Ein paar Stunden später konnte ich wieder gehen. Mit einem zugelassenen APK, für mehrere Jahre. Ich komme vielleicht wieder, wenn ich es für notwendig halte. Es sei nicht notwendig. Der Staatliche Straßenverkehrsbehörde wird Ihnen so was nicht so leicht sagen ………..

* Hyperakusis, wörtlich „Ich höre zu viel“, ist ein Zustand, in dem man für gewöhnliche Alltagsgeräusche überempfindlich ist. „Die Lautstärkeregelung von Umgebungsgeräuschen ist für eine Person mit Hyperakusis dauerhaft zu hoch eingestellt.“Für mich sind die höheren Frequenzen besonders ärgerlich und verletzen meinen Kopf.

Hyperakusis tritt in vielen Formen auf. Und oft auch in Kombination mit Tinnitus, so wie bei mir.


Standard
Hörbeeinträchtigung

Die Testphase in der nächste Phase


Liebe Leserinnen und Leser, wie schon in meinem letzten Beitrag angekündigt, werde ich jetzt mal berichten über den weiteren Verlauf der Testphase meiner neuen Hörgeräten.

Während meiner Aufenthalt bei meiner Mutter in den Niederlanden habe ich ausführlich die neue Hörgeräte testen können.
Erster Test war ein schönes und gemütliches Essen mit den Nachbarn meiner Mutter. Dabei habe ich wirklich gemerkt das ich die Gespräche, trotz Hintergrundgeräusche tatsächlich etwas besser verstehen konnte.

Bildquelle:Foto Autorin

Am nächsten Tag gab es gleich auch den nächsten Test: im nahegelegen Gemeinschaftsraum wurde der niederländischen Sinterklaas (Samichlaus oder St. Nikolaus) mit seinen Pieten von einer grossen Gruppe Senioren herzlich empfangen. Keine Seniorin, aber schon 50+, durfte ich meine Mutter dabei begleiten. Obwohl der Akustik weniger ausreichte und das Mikrofon nicht immer richtig funktionierte, war es für mich immerhin möglich das meiste gut zu folgen.
Als dann einen Musik Bingo anfing, mit kurze Musikstücke aus den 60er Jahren, die Qualität der Musik aber zu wünschen übrig blieb, hatte ich so meine Bedenken, aber eigentlich lief alles ziemlich gut. Und am Schluss, mit Hilfe meiner beiden Nachbarinnen, hatte ich noch Bingo auch!

Und dann ging es weiter mit dem Testen. Sinterklaas kam auch noch wo anders vorbei, trug ein langes Gedicht vor und ich habe alles relativ gut mitgekriegt.
Später an diesem Tag sind meine Mutter und ich zu einem grossen Einkaufszentrum gegangen und haben dort ein bisschen herumgestöbert, und von den Kaffee mit Kuchen genossen. Da meine Mutter nicht mehr so gut und lange gehen kann, hatte ich ihren Rollstuhl mitgebracht. Da die Kommunikation zwischen mir und meiner Mutter schwieriger wurde, weil ich natürlich hinter der Rollstuhl gegangen bin, habe ich meine Mutter der Rogerpen umgehängt und so konnten wir uns prima unterhalten!

Natürlich war die Test an beiden Flughäfen ebenso herausfordernd. Der Lärm, die viele, meist unverständliche Meldungen … Aber auch mit den neuen Hörgeräten habe ich diese Herausforderung gemeistert.

Wieder auf Schweizer Boden gelandet, ging es ein paar Tage später zum Akustiker. Dort habe ich natürlich auch ausführlich von meinen Erfahrungen berichtet. Und dann habe ich das zweite Paar Hörgeräte zum Testen erhalten. Diese neue Hörgeräte sind von der gleichen Marke, und der gleichen Typ aber in den 3 Qualitätsstufen die es gibt die niedrigste Stufe, wo die erste Hörgeräte die ich getestet habe die höchste Stufe hatten.
Der Computer sei dank, konnten alle Einstellungen sehr einfach auf den neuen Hörgeräten übertragen worden und voilà, ich konnte weiter testen.

ImAltersheim wo ich freiwillige Mitarbeiterin bin, haben die Aktivierungsfachfrau und ich letzte Woche eine kleine und gemütliche Adventsfeier veranstaltet. Wir haben mit den anwesenden Bewohnern Punsch getrunken, Adventslieder gesungen, Adventsgedichte und -geschichte (vor)gelesen und sogar einen Adventskreuzrätsel gelöst. Überraschungsweise gestatte Samichlaus uns einen kurzen, verspäteten Besuch ab und der musste natürlich zugesungen werden.

 Meine Hörgeräte haben diesen Test zwar gut überstanden, aber ich habe schon etwas unterschied mit den vorherigen Hörgeräte bemerkt. Das Verstehen in einer Gruppe war weniger ausgesprochen als bei den ersten Hörgeräte der höchsten Stufe und die Unterdrückung der Nebengeräusche war bei den ersten Hörgeräte auch besser.

Zum Glück habe ich noch bis über die Feiertage die Zeit zum Weitertesten bis ich eine Entscheidung treffen muss!

Standard