Praktische Tipps

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Für alle die dazu offen stehen, gibt es unendlich viele Lösungen, Praktischen Tipps und Anleitungen. Es kommt nur darauf an wie man diese aufnimmt, verarbeitet und für sich zu etwas Brauchbares mischt.

– Renee Iseli – Smits –

Das Wichtigste ist, dass Sie genau wissen, was Sie gut können und was nicht. Einsicht in die eigenen Qualitäten und Fähigkeiten ist daher wichtig. Jeder Hörbeeinträchtigter ist einzigartig und deshalb ist es schwierig, Standard-Tipps zu geben. Nachfolgend finden Sie einige Tipps, die für Sie vielleicht nützlich sein könnte.

Die hier veröffentlichten Tipps sind in der Kommunikation für jeder Mensch wichtig, guthörend oder hörbeeinträchtigt.

Allgemein:

  • Lassen Sie sich Termine, private, geschäftliche oder ärztliche, immer schriftlich bestätigen. Ein Datum oder Zeit ist schnell falsch verstanden.

  • Akustik in einem Raum kann das Sprachverständnis stören. Tiefe Plafonds, Teppiche, Vorhänge, Spanische Wände und sonstige Bekleidung sind Geräuschdämpfend.

  • Sorgen Sie für Ihre Kommunikation für eine ruhige Gesprächsumgebung. Behalten Sie immer vor Augen, dass eine ruhige Gesprächsumgebung die Kommunikation auch für gut Hörenden verbessert.
  • Fragen Sie, falls nötig, in jeder Situation, ob nun Zuhause, bei Freunden, im Ausgang oder am Arbeitsplatz, ob Hintergrundmusik leiser oder gar abgestellt werden kann.

  • Wenn Sie in einer Gruppe sind, erklären Sie Ihre Gruppenmitglieder und DozentIn oder TrainerIn, was für Sie wichtig ist Gespräche zu verstehen.

  • Wählen Sie in Gruppenveranstaltungen einen Sitzplatz aus, wo Sie die Gesichter der Teilnehmer oder das Gesicht der Redner sehen können. Erklären Sie auch weshalb genau Sie diesen Platz gebrauchen.

Beim Reden:

  • Reden Sie deutlich, nicht zu laut und in ein ruhiges Sprachtempo. Wenn Sie zu schnell oder zu laut reden wird Ihr Gesprächspartner Sie nicht verstehen.

  • Behalten Sie Blickkontakt und sorgen Sie dafür das Ihr Gesicht immer gut sichtbar ist.

  • Zeigen Sie durch Mimik und Körpersprache das Sie zuhören.

  • Benutzen Sie ins Gespräch kurze, deutliche Sätze, die sind einfacher vom Lippen abzulesen.

  • Wenn Sie abgelenkt werden oder plötzlich das Gespräch verlassen, sagen Sie es Ihrem Gesprächspartner. Ihr Gesprächspartner hat sich auf das Gespräch konzentriert und wird nicht verstehen warum sie sich abwenden.

  • Wenn Sie ein Gesprächsthema wechseln, sagen Sie das ihrem Gesprächspartner, damit er den Kontext versteht.

  • Tragen Sie Mundschutz, machen Sie Ihren Lippen frei wenn Sie reden.

  • Halten Sie beim Reden kein Hand vor der Mund, damit Ihr Gesprächspartner von Ihren Lippen ablesen kann.

  • In Gruppengespräche oder Diskussionen, achten Sie darauf das nicht durcheinander geredet wird, sondern das eins nach dem anderen redet. Machen Sie in Gruppengespräche auch sichtbar wer anfängt zu reden, zum Beispiel durch kurzes Handheben. Das verstärkt den Gesprächsdisziplin.

Aufmerksamkeit

  • Für Aufmerksamkeit, machen Sie Augenkontakt, tippen Sie einen Hörbeeinträchtigten auf den Arm oder Schulter, Stampfen Sie mit den Fuss auf den Boden oder schalten Sie das Licht aus und an. Diese Signalen sind sichtbar oder spürbar.

  • Nähern Sie eine hörbeeinträchtigte Person nie von hinten. Sie wird Sie nicht kommen hören und erschrecken.

  • Nähern Sie eine hörbeeinträchtigte Person von vorne, damit Sie sichtbar sind und Blickkontakt machen können.