Hörbeeinträchtigung

Museum


Bildquelle: Foto Autorin

Wie ich schon mal erwähnt habe, bin ich ab und zu mit einer Gruppe hörbeeinträchtigte Menschen unterwegs. Die Anlässe sind divers und immer mit Führung. Unsere Gruppe wird aufgeteilt in zwei Gruppen, die eine Gruppe mit Hörsystem und die andere Gruppe ohne.
Selbst habe ich immer mein Rogerpen dabei, aber wenn ein Hörsystem, wie in dieser Fall, vorhanden ist, benutze ich das Hörsystem. Der FührerIn bekommt das Mikrofon und wir bekommen die Empfänger, die mit dem Hörgerät (über der T-Spule) oder CI verbunden sind. Das zuhören der MuseumführerIn wird so viel entspannter und auch während der MuseumführerIn spricht, kann man sich ein wenig umsehen, ohne Angst zu haben ein Wort zu verpassen.

So waren wir letzte Woche in das Paul Gugelmann Museum. Ich kannte das Museum und der Name Gugelmann vorher nicht und das Museumbesuch hat mich besonders angenehm überrascht.
In diesem kleinen Museum in Schönenwerd stehen 40 Maschinen, alle mit eigenem Thema und mit viel Liebe und Auge für Detail gemacht. Alle Maschinen sind beweglich und die meisten machen auch Geräusche. Ein Beispiel sehen Sie im Bild oben.
Meine Begeisterung nach diesem Museumbesuch war so gross, das ich mich spontan angemeldet habe als Führerin in diesem Museum, weil ich besonders gern Zeit zwischen diesen wunderbaren Maschinen verbringen und anderen darüber erzählen möchte.

Die Tätigkeit als Museumführerin ist mir nicht ganz neu. Während meines Studiums habe ich schon mal ein Praktikum in einem historischen Museum gemacht, musste mich mit einer Ausstellung bekannt machen, Führungen durch der Ausstellung und durch ein Teil des Museums vorbereiten und ausführen.

Damals habe ich besser gehört als heute und daher habe ich mir natürlich Gedanken gemacht wie ich das heute angehen soll. Offenheit ist meiner Meinung nach hier am Besten.
«Meine» Gruppen direkt über meine Hörbeeinträchtigung informieren und bitten falls sie Fragen haben dies sichtbar zu machen, zum Beispiel durch Handaufheben.
Auch werde ich mein Rogerpen während der Führung einschalten und bereithalten. Falls ich eine Frage nach ein oder zwei Wiederholungen noch nicht verstehe, dann kann ich der oder die Fragesteller immer noch der Rogerpen (das Mikrofon) vorhalten damit ich die Frage über meine Empfänger besser verstehe.
Vorteil des Paul Gugelmann Museums ist, dass der Akustik gut ist, weil es keine hohe Decken hat und die Räume nicht zu gross sind.

Also, im praktischen Sinne sah ich für eine Tätigkeit als Museumführerin, einmal im Monat, keine Beschwerden und ich habe inzwischen den Sprung gewagt mich anzumelden, da ich auch erfahren hatte dass das Museum noch FührerInnen gebrauchen konnte.
Über meine Hörbeeinträchtigung war ich bei der Anmeldung offen und die Rückmeldung war positiv. Jetzt ist es abwarten bis Herr Gugelmann selbst, 89 und noch aktiv, Kontakt aufnimmt und mich in die wunderbare Welt seiner Maschinen einführen kann. Ich freue mich jetzt schon riesig!

Advertisements
Standard

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.