Unser Gehör


Unser Gehör

Quelle: www.import-akustik.ch

Manchmal geht es ein bisschen weiter von zu Hause für einen Informationsreiche Abend. Vor ein paar Wochen erhielt ich freundlicherweise eine Einladung für einen Informationsabend in Einsiedeln. Nicht direkt nebenan, also entschied ich mich meinen Mann zu fragen mitzukommen und gleichzeitig Privatchauffeur zu sein.

Gestern war dann diesen Abend und wir fuhren nach Einsiedeln. Dort erhielten wir einen Blick auf das berühmte Kloster Einsiedelns mit, so wie wir an diesem Abend erfuhren, nicht weniger als 12 Glocken. Diese Glocken werden von den Einwohnern und Langzeit Gäste kaum noch gehört. Wahrgenommen werden sie aber trotzdem, wenn die Glocken mal nicht läuten (am Karfreitag) oder zu anderen Zeiten.

Nach einen ausführlichen und interessanten Vortrag über das Ohr, das Gehör und ihr funktionieren, war wohl das Beispiel der Glocken einen guten Einstieg für das nächste Referat, mit Hauptthema, Hören ist nicht das gleiche wie Verstehen.
Sowohl für gut Hörenden als Hörbeeinträchtigten gibt es ein Unterschied zwischen Bewusstes Hören und Unbewusstes Hören. Hier erlaube ich mich ein persönliches Beispiel zur Illustration: es passiert bei uns zu Hause manchmal das mein Mann mir etwas sagt oder fragt und ich automatisch frage: „Wie bitte?“, mich dann aber gleichzeitig realisiere was mir gesagt oder gefragt worden ist. Unbewusst habe ich es dann scheinbar doch gehört.
Ebenso können Menschen die in der Nähe eines Bahnhofes oder Flughafens wohnen, bestätigen, dass sie nach einer Weile den Flugzeugen oder Züge gar nicht mehr „hören“. Das heisst, die Ohren hören es schon, aber das Gehirn hat sich so an diesem Lärm angepasst, dass der Lärm ausgeblendet wird und man es kaum noch wahrnimmt.

An diesen Abend wurde mir mal wieder klar, wie wunderbar und vernünftig unser Gehirn und auch unser Gehör funktioniert. Wir hören nämlich nicht nur mit unseren Ohren, sondern auch und vor allem mit unserem Gehirn. Falls das Gehörorgan nicht optimal funktioniert, sucht das Gehirn auf andere Weise damit umzugehen, was nicht immer zu unser Vorteil ist. So entsteht oft auch Tinnitus (Ohrgeräusch), unter dem viele Menschen zu leiden haben. Und auch ist inzwischen schon bekannt und ich habe auch mal darüber in einem Beitrag darüber geschrieben, dass bei vor allem ältere Leute mit Hörbeeinträchtigung und ohne, oder zu späte, Hörgeräteversorgung, das Risiko auf Demenz erheblich steigt.
Da aber jeder Mensch sein eigenes, persönliches Gehirn hat, hat auch jeder Mensch seine eigene Strategie mit einem Hörbeeinträchtigung umzugehen, wobei ihm oder ihr natürlich die viele Hilfsmittel und Hörgeräte zur Verfügung stehen.

Die Interesse beim Publikum war gross und es wurden auch dementsprechend viele Fragen gestellt. Diese Tatsache hat mich genau so gefreut wie die meist erkennbare aber auch manche neue Informationen die ich an diesen Abend gehört habe. Genau deswegen haben solche Abenden ihren Wert und schaffen Bewusstsein und Aufklärung. Guthörend oder Hörbeeinträchtigt, haben Sie so einen Informationsabend in Ihrer Nähe, dann kann ich Ihnen empfehlen mal hinzugehen, dazu zu lernen und Kontakte zu knöpfen. Falls es solche Abenden nicht gibt, vielleicht wäre es eine Idee dies zu organisieren, zusammen mit Ihren Akustiker, einen Akustiker in Ihrer Nähe oder einen HNO-Arzt? Lassen Sie sich mal überraschen was alles möglich ist.

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