Hörscreening


hörscreening

Quelle: http://de.freeimages.com/photo/i-can-t-hear-you-1224060 @Chatrin O Rockerz

Gestern war einen interessanten Tag für mich. Ich hatte einen Termin beim Akustiker wegen einer Service für meinen Hörgeräten. Wir kamen ein wenig ins Plaudern und ich erzählte meine Akustikerin, dass ich mir einen CI überlege. Sie meinte darauf, dass es vielleicht mal interessant sei, einen kleine Hörscreening zu machen. Dieser Hörscreening enthält zwei Tests: eine Hörtakt Test und eine Tonfolge Test. Zweck dieses Hörscreenings sei heraus zu finden wie mein Gehirn Stimmen und Töne verarbeitet. Bei manchen werden alle Töne vom Hörnerv und Gehirn schnell verarbeitet und kann man schneller in Geräusche unterscheiden was man hört oder versteht. Bei manchen geht das langsamer und das bedeutet dass, diese Menschen mehr Zeit brauchen gehörtes/verstandenes zu verarbeiten und darauf zu reagieren.

Wenn ich das Gehirn mit einem Computer vergleiche, dann kann man das so deuten: manche Computer sind schnell. Das kann daran liegen, dass eine schnelle Internetverbindung zur Verfügung steht und/oder das der Computer sehr neu ist, optimal ausgestattet und noch wenig Software gespeichert ist. Manche Computer sind träge, vielleicht wegen des Alters, vielleicht weil zu viel Daten gespeichert sind oder die Internetverbindung langsamer ist.
Und so funktioniert das meistens auch so in unserem Gehirn. Viele Faktoren können das Verstehen von das was gesagt wird verzögern. Das heisst, der Weg von der Stimme oder den Tönen zum Verstehen dauert etwas länger als normal.

Also, neugieriger Mensch wie ich bin, habe ich diesen Hörscreening gemacht und es war noch nicht mal so einfach! Beim ersten Test bekam ich einen Ton zu hören, zuerst an einem Ohr, dann das andere. Meine Aufgabe war zu sagen an welchem Ohr ich der Ton zuerst hörte. Da die Töne immer schneller aufeinander folgten, war es schliesslich fast, als ob ich die Töne gleichzeitig in beiden Ohren hörte und hatte Schwierigkeiten auszumachen wo der Ton als erster kam.

Beim zweiten Test bekam ich in beide Ohren drei Töne zu hören. Von diesen drei Tönen, war ein Ton abweichend von den anderen zwei. Meine Aufgabe war, zu sagen welchen Ton abweichend war. Auch hier wurde das Tempo der Töne immer schneller und ich hatte immer mehr Mühe zu unterscheiden.
Die Auswertung meiner Hörscreening war nicht gut, aber auch nicht besonders schlecht. Die gute Nachricht meiner Akustikerin war, dass sich mit Hörtraining noch einiges verbessern lässt. Scheinbar kann man das Gehirn trainieren schneller zu arbeiten. Hm, das wünsche ich mir für Computer auch!

Aber ohne Witze, ich bin froh dass mein Gehirn scheinbar nicht all zu Hoffnungslos ist und, falls nötig, sich da sogar noch was verbessern lässt. Obwohl ich mir in Sache CI noch nicht auf eine Entscheidung einlasse, ist diesen Hörscreening doch einen weiteren Schritt auf meinem Weg. Nächste Woche bin ich wieder für zwei Wochen bei meiner Mutter in den Niederlanden und werde dort auch die Gelegenheit nützen mit einem Selbstbetroffenen und Experten zu reden. Ausserdem habe ich schon in ein paar Foren Fragen gestellt und Antworte erhalten, die mir in meinem Denkprozess weiterhelfen. Wenn ich wieder zu Hause bin, werde ich meinem Hausarzt und HNO-Arzt besuchen und dann sehen wir wieder weiter!

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