Hundert


Hundert
Quelle: http://de.freeimages.com/photo/birthday-celebration-1322480 @Shannon Pifko

Jetzt ist es dann so weit: meinen 100. Beitrag! Gut, es gab einen kurzen Festtagesbeitrag und einen Gastbeitrag, aber der Zähler von WordPress steht wirklich auf 100. Und Zahlen lügen nicht …
Meine Wünsche zum 50. Jubiläum sind in Erfüllung gegangen, ich habe mehr Leser und ich bekomme mehr Kommentare auf den Beiträgen, was mich natürlich sehr erfreut!
Zum 100. Jubiläum wünsche ich eine Übersetzung auf Englisch, damit ich noch mehr Leser erreichen kann. Hoffentlich finde ich jemand der das frei zeitlich machen möchte, weil ich mich selbst schwer damit tue und lieber etwas neues schreibe als übersetzen. Also, liebe Leser und liebe Leserinnen, falls Sie jemand kennen oder selbst interessiert sind, dann möchte ich Ihnen bitten sich bei mir zu melden.

Und was sind meine weitere Erwartungen zum Thema Hörbeeinträchtigung im Alltag? Ich werde versuchen das mit einem Beispiel zu erläutern.
Neulich hatten meinen Mann und ich eine Diskussion. Sie fing damit an, dass ich ein Geräusch hörte und es nicht einordnen konnte. Als ich meinen Mann dazu befragte, erklärte er was gesagtes Geräusch war, aber meinte noch dazu das sei doch gar nicht wichtig.
Dann habe ich meinen Mann erklärt, dass es für mich besonders wichtig war. Ich nehme nämlich öfters Geräusche war, ohne zu wissen woher sie kommen und was es für Geräusche sind. Für mich, als Hörbeeinträchtigte, brauche ich aber diese Information um zu verstehen und im Alltag überleben zu können, auch wenn es in den Augen von Normalhörenden noch so unwichtig erscheint! Meinen Mann habe ich dann auch erklärt, dass ich nicht von ihm und anderen erwarte dass sie verstehen wie es ist mit einer Hörbeeinträchtigung zu leben. Das ist nämlich nicht reell und geht auch gar nicht. Was ich aber, meiner Meinung nach, schon erwarten kann und darf, ist Mitgefühl und keine Gegenwürfe oder Kommentare wenn ich meine Bedürfnisse was meine Hörbeeinträchtigung betrifft äussere.

Damit meine ich zum Beispiel wenn ich meinem Mann frage deutlicher zu reden, oder jemand frage ins Licht zu gehen, damit ich besser ablesen kann, oder wenn ich bitte um lieber in ein bestimmtes Restaurant zu gehen wo es ruhiger ist, oder wenn ich eine Pause in der Unterhaltung brauche, dann möchte ich dass es einfach, ohne Einwände oder Kommentar respektiert und akzeptiert wird.
Nur dann, wenn wir, Hörbeeinträchtigte, normal Hörenden erzählen was wir brauchen um so normal möglich leben und funktionieren zu können und normal Hörenden das bedingungslos akzeptieren und respektieren, wird unsere Inklusion möglich sein.
Dazu gehört zum Beispiel auch, dass, wenn ich eine Bewerbung schicke, meine Bewerbung Ernst genommen wird und nicht unten auf der Stapel landet, nur weil ich eine Hörbeeinträchtigung habe. Schliesslich bin ich nicht meine Hörbeeinträchtigung und möchte nur auf meine Qualitäten beurteilt werden!

Und genau das wünsche und erwarte ich in der Zukunft und hoffe mit meinem Blog ein klein bisschen dazu beitragen zu können.
Für jetzt: Prost aufs Jubiläum und ich danke alle meine Leser und Leserinnen ganz herzlich fürs Lesen und für eure Kommentare!

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