Begegnungen und Gedanken


Begegnungen
Quelle: http://de.freeimages.com/photo/close-encounter-with-a-penguin-1397029 @marsy

Die letzte Woche stand für mich fast ganz im Zeichen der Begegnungen. So hatte ich am Samstag den ganzen Nachmittag ein Vorstandssitzung mit anschliessendem Nachtessen. Am gleichen Abend hatten wir einen Freund zu Besuch, der bei uns übernachtet hat. Mit unseren Freund haben wir uns auf englisch unterhalten. Und am Sonntag waren wir sehr früh auf, um unseren Freund zum Flughafen zu begleiten.
Am Montag war eine längere Skypesitzung angesagt und am Dienstag hatte ich gar 3 Termine. Am Mittwoch hatte ich dann nur einen Termin, wo ich jemand neu kennenlernen durfte. Zwischendurch war ich ziemlich aktiv in den Sozialen Netzwerken wo ich ebenfalls viele neue, meist hörbeeinträchtigte Leute kennengelernt habe.

Natürlich war das alles sehr anstrengend, aber ich freue mich immer über neue Bekanntschaften. Im Falle der sozialen Netzwerken waren es sogar internationalen Bekanntschaften. Ich durfte ein paar Hörbeeinträchtigte Autorinnen kennenlernen, die ebenfalls regelmässig über ihre Hörbeeinträchtigung schreiben. Sie schreiben zwar in der englische Sprache, aber sie haben mich sehr inspiriert und deshalb auch motiviert mit meinem eigenen Blog weiter zu machen.

Da meinen 100. Beitrag schon sehr bald nähert, habe ich mich natürlich Gedanken gemacht. Soll ich weiterschreiben und wenn ja, soll ich etwas ändern? Ich freue mich über eine wachsende Lesergruppe und scheinbar wird auch mündlich über meinen Blog gesprochen. Aber natürlich würde ich mich über noch mehr Leser freuen, nicht wegen die Zahlen, sondern weil mir das Thema Leben mit einer Hörbeeinträchtigung im Alltag nah am Herzen liegt.

Nun haben die Autorinnen, die ich neulich kennengelernt habe, mich in Eins bestätigt: es ist und bleibt wichtig das Thema Hörbeeinträchtigung an die Öffentlichkeit zu bringen!
Solange eine Hörbeeinträchtigte noch Sachen hören muss wie: „du bist zu hübsch um Gehörlos zu sein“ oder „Bist du Gehörlos? Du sprichst so gut“ oder schlimmer noch oft noch als Dumm dargestellt wird, bloss weil man nicht alles mitbekommt, bin ich der Meinung, dass wir, Hörbeeinträchtigte, an die Öffentlichkeit gehen sollten.

Obwohl ich von Natur aus jemand bin der die Barrikaden eigentlich scheut, aber mit meinem Blog habe ich jedoch eine Sprechröhre, in der Hoffnung, wenn auch nur ganz bescheiden, einen Beitrag in der Aufklärung einer Hörbeeinträchtigung zu liefern und für das Thema Aufmerksamkeit zu erregen.

Deshalb diesmal meinen Aufruf an alle Hörbeeinträchtigte: redet nicht nur untereinander über eure Hörbeeinträchtigung, aber redet auch mit Guthörenden darüber. Zeigt was es für euch bedeutet und wie ihr damit umgeht. Und vor allem, zeigt wie Guthörenden mit uns, Hörbeeinträchtigte, umgehen sollten. Zeigt das auch wir ein normales Leben führen können und das eine Hörbeeinträchtigung nicht so abschreckend ist wie manche Guthörenden denken.

Ich habe mich sogar überlegt, ob ich meinen Blogbeiträgen in Buchform veröffentlichen sollte. Was meint ihr, LeserInnen denn dazu? Ich wäre sehr gespannt auf eure Meinung.

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5 Gedanken zu “Begegnungen und Gedanken

  1. Auf jeden Fall ist es gut, das Thema „Hörbeeinträchtigung“ den gut Hörenden näher zu bringen, sie zu informieren. Ob ein Buch dazu die beste Lösung ist, weiß ich nicht. Kannst du auch Informationsvorträge dazu abhalten? Denn du willst ja die Hörenden erreichen. Vorträge in Schulen zum Beispiel. Ist nur so eine Idee. 😉

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