(Un)Geduld


Geduld
Quelle: http://de.freeimages.com/photo/patience-1207199

Die letzte Wochen schlafe ich relativ schlecht: Ich wache nachts auf und kann dann nicht mehr stillliegen im Bett. Das einzige was mir übrig bleibt, ist aufzustehen und ein bisschen zu bewegen. Ich laufe dann etwas hin und her und mache ein paar Dehnübungen für die Beine. Meistens bedeutet das, dass ich bei diesen nächtlichen Eskapaden wieder hellwach bin. Auch wenn ich wieder ins Bett gehe und die Übungen haben geholfen, dauert es noch ein wenig bis ich wieder einschlafe. Wenn ich Pech habe, passiert das ganze schon 2 oder 3 Mal in der Nacht. Nach ein paar Wochen kehrt dann meistens wieder die (Nacht)Ruhe ein und kommt der Schlaf wieder zurück.
Das ich dadurch am Tag ziemlich müde bin, ist ein unerwünschtes Nebeneffekt, die sich aber leider im Moment nicht ändern lässt. Ausser wenn ich aufstehen muss, bin ich trotzdem weiter Funktionsfähig.

Ein bisschen Einfluss auf meiner Konzentration und Geduld hat es aber schon. In der Kommunikation muss ich mich etwas mehr anstrengen als sonst und ich habe weniger Geduld mit Sachen die nicht so laufen wie ich möchte. Oder wenn ich zum Beispiel etwas wiederholen muss, dann muss ich aufpassen nicht die Geduld zu verlieren. Was natürlich, vor allem in diesem Fall nicht besonders fair ist, da man für mich auch oft wiederholen muss. Da ich normalerweise nicht immer ein Musterbeispiel des Geduld bin, versuche ich mir deshalb sehr Bewusst zu bleiben, dass mein Geduld auf der Probe gestellt wird.

Vielleicht macht mir das auch etwas sensibler für die Ungeduld anderer Leute. Mir ist diese Woche schon ein paar Mal aufgefallen, das man mir was sagte, was ich wirklich nicht verstanden habe. Wie üblich, habe ich höflich gebeten das Gesagte zu wiederholen. Bei einer Wiederholung ging das noch. Als ich das Gesagte dann noch immer nicht verstehen konnte, spürte ich schon ein wenig Irritation bei meinem Gegenüber. Als ich dann noch einmal um Wiederholung bat, mit der Erklärung ich sei Schwerhörig, konnte ich Buchstäblich und förmlich das Seufzen hören und sehen. Ich habe mir aber nichts anmerken lassen aber unangenehm war es mir schon.

Dann habe ich darüber nachgedacht, ob und was ich vielleicht falsch gemacht hätte. Das einzige was mir im Sinn kam, war dass ich möglicherweise sofort sagen hätte sollen, dass ich Hörbeeinträchtigt bin und ob man beim Antworten langsam und deutlich reden könne. Nun finde ich es nicht nötig, jedes Mal meine Hörbeeinträchtigung gleich überall und bei jedem zu erwähnen. Schliesslich wird man doch von vielen Menschen darauf beurteilt und ich bin nicht meine Hörbeeinträchtigung. So habe ich mir die Strategie entwickelt, zum Beispiel in einem Laden, nur zu sagen dass ich Schwerhörig bin, wenn ich merke dass die Kommunikation falsch läuft. Meistens funktioniert das Prima und haben die Leute Verständnis (manchmal entschuldigen sie sich sogar, was nun auch wieder nicht nötig ist). Aber manchmal auch merke ich Ungeduld.

Ich habe gelernt das nicht persönlich zu nehmen und es oft zu ignorieren. Wenn hinter mir eine Schlange an der Kasse steht und die Kassiererin muss ihre Frage 2 Mal wiederholen weil ich sie nicht verstehe, dann tut mir das Leid aber ich kann ja auch nichts dafür und ich mache mich darüber weiter keine Gedanken. Es ist halt wie es ist.

Wenn ich selbst Müde bin, muss ich aufpassen dass ich bei solcher Ungeduld nicht selbst die Geduld verliere, weil dann gibt’s Ärger und das ist ja das letzte was ich will. Daher hoffe ich das ich bald wieder gut Schlafe, damit ich mein Geduld wieder besser im Griff bekomme. Darf ich Sie deshalb fragen, mir in den nächsten Tagen eine Gute Nachtruhe zu wünschen? Schon mal herzlichen Dank!

 

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