Samichlaus


Samichlaus
Quelle: Foto Autorin

Im lokalen Altersheim, wo ich freiwillige Mitarbeiterin bin, war letzten Freitag Samichlaus zur Besuch. Dieses Jahr war er ohne seinen Assistenten Ruprecht (oder auch Schmutzi genannt). Dieses Foto ist noch vom letzten Jahr. Samichlaus wusste aber sehr gut über das vorgehen im Altersheim Bescheid und hat auch noch eine Geschichte über Empfehlung erzählt. Da ich die Geschichte leider nicht ganz mitbekommen habe, trotz Mikrofon, kann ich sie Ihnen nicht hier erzählen, aber die Stimmung war absolut gemütlich.Auch hat eine Bewohnerin ein Samichlausgedicht vorgetragen, was ich leider ebenfalls nicht genau verstehen konnte, aber Samichlaus hat es auf jeden Fall gefallen!

Während Samichlaus seine gute Gaben verteilt, bekommen die Bewohnern noch Kaffee und Kuchen. Mir gefällt diese Tradition sehr und ich geniesse es immer zu sehen wie die Bewohner unterschiedlich auf Samichlaus reagieren.

Trotzdem, als gebürtige Holländerin, ist Samichlaus für mich nicht mit der Niederländischen Sinterklaas vergleichbar.

Sint
Quelle: Archiv Autorin

Sinterklaas ist Bischof, hat immer mehrere, tüchtige Assistenten dabei und kommt oft auf einem weissen Ross. Am Päckliabend, am 5. Dezember, feiert er seinem Geburtstag mit Geschenke für alle Kinder.

Die Kinder können oft ab Ende November, wenn Sinterklaas offiziell in den Niederlanden eingereist ist, ihren Schuh vor dem Kamin stellen. Meistens wird der Schuh mit Rüebli (Karotten) oder so gefüllt, damit das Pferd von Sinterklaas was zum Knabbern hat, wenn Sinterklaas oder seinen Pieten der Schuh mit Leckerli füllt. Bei mir zu Hause, als ich noch an Sinterklaas glaubte, haben wir oft am Klavier Sinterklaaslieder gesungen und merkwürdigerweise verschwand dann meinen Vater für kurzer Zeit. Und gerade in diesem Moment wurde an der Tür geklopft oder geklingelt. Und dann wurden Pfeffernüsse gestreut. Als wir zum ersten Mal einen Hund hatten, waren dann die Pfeffernüsse in einem Säckli, ein guter Hinweis, dass Sinterklaas sehr gut informiert war!

Am Päckliabend kommen dann die Geschenke. Die werden bei uns meistens mit Gedichten begleitet, in den man sich ein bisschen Spass und necken erlauben darf. Und immer noch schreibe ich jedes Jahr ein Sinterklaasgedicht für meine Mutter und Bruder.

Mein Vater hat in seinen jungen Jahren auch verschiedenen Malen für Sinterklaas gespielt. Er hatte die richtige Grösse und Stimme dazu. Später, als wir schon erwachsen waren, hat er uns welche amüsante Geschichte aus dieser Zeit erzählt. Zum Beispiel, dass er mal über den Saum seines Mantels gestolpert und in seiner ganzen Ausrüstung die Treppe runtergerutscht ist! Das hat eine riesige Aufregung gegeben!

Und, wenn wir dann doch über Sinterklaas reden, für mich gehören die Pieten eindeutig dazu. Auch wenn es die letzten Jahre die Rassismusdiskussion gegeben hat, für mich sind Pieten schwarz weil sie durch den Schornstein die Geschenke in die bereitstehende Schuhe bringen müssen. Das kann Sinterklaas doch nicht selber machen, dazu ist er zu alt! Unter dem Schornsteinruss, dürfen die Pieten von mir aus jede Farbe der Regenbogen haben und jedes Geschlecht ist erlaubt. Aber Sinterklaas ist einer der wenigen Traditionen die ich besonders schätze und raube mir deshalb nicht den Pieten! Samichlaus kommt auf guter Zweite Platz.

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