Seekrank


Seekrank-pixelio Quelle: http://www.pixelio.de/media/503444

Fotograf: Margit Völtz

Letztes Wochenende hatten wir eigentlich vor eine Fahrt auf einem Dampfer zu machen. Wir mögen das sehr gern und sind sogar Dampferfreunde. Eine Fahrt auf einem Dampfer ist sehr beruhigend. Sowohl der Kadenz des Schiffes als die Landschaft die friedlich vorbeizieht sind wunderbar.
Ehe Sie denken dass ich vielleicht wohl Werbung für den Schweizer Tourismus mache, so eine Dampferfahrt kann auch sehr abenteuerlich sein! Wir haben mal erlebt wie einen kräftigen Föhnsturm das Geschirr und fast auch die Menschen an Deck wegfegte. Was mich da eigentlich überraschte, war dass ich nicht Seekrank geworden bin. Da mein Gleichgewichtsgefühl wegen der Hörbeeinträchtigung nicht mehr so gut funktioniert, hätte ich gedacht dass die hohen Wellen bei mir eigentlich schon eine Seekrankheit auslösen könnten, aber nichts derart geschah. Nun weiss ich natürlich nicht was auf offenem Meer geschieht, aber irgendwie habe ich das Gefühl, mich wird die Seekrankheit nicht so schnell erfassen.

Im Gegenteil von zum Beispiel der Turbulenz im Flugzeug oder einen Lift der schnell nach unten geht. Mir sind vor allem offene Lifte einen Schrecken. Ich will ja gar nicht sehen, dass ich in einem Käfig hoch gezogen werde! Geschweige von diesen Liften, die man in Filme manchmal sieht: gläserne Lifte an der Aussenseite des Gebäudes! Brr, nein, meinen Magen macht das keinen Spass.
Auch bei der Turbulenz im Flugzeug hat es den Magen manchmal schwer (als ob man im Lift sitzt), aber zum Glück ist es mir noch nie schlecht geworden.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich das erste Mal in einem Sessellift gefahren bin. Man muss die Stange schnell herunterziehen und auch schnell wieder aussteigen, aber auch nicht zu schnell … Todesängste habe ich erlitten, obwohl mein Vater mit mir gefahren ist.
Für mich ist es daher fast unglaublich, dass ich jetzt in den Skiferien sogar mit Skier unter den Füssen in genau solche Sessellifte hoch- und wieder heruntergefahren bin! Und das, ohne das meinen Magen sich dagegen wehrte.

Klar, wenn ich mit (Kabel)Bahne hochfahre, oder im Flugzeug lande oder steige, dann spüren meine Ohren das schon. Meine empfindlichen Ohren spüren den Druckausgleich sofort. Kommt dann noch eine Weitsicht dazu, wie zum Beispiel bei der neuen Bahn der Stanserhorn, das Cabrio, dann finde ich das schon sehr spannend! Oder so eine bewegliche Hängebrücke auf grosser Höhe, für manche den Gipfel der Spass, für mich eine grosse Herausforderung.
Auch wenn ich solche Aktivitäten nicht unterlasse und sie bisher gut überstanden habe, hat so eine beruhigende Dampferfahrt für mich doch eine grosse Anziehungskraft. Teils ist es romantische Nostalgie, eben zu wissen wie unsere Vorfahren sich fortbewegt haben, teils ist es die Faszination der gut unterhalten Maschinerie die jetzt nach so vielen Jahren noch immer tadellos funktioniert und teilweise die Ruhe auf dem Wasser, nur ab und zu vom Schiffshorn unterbrochen. Keine Hektik, Stress oder Lärm.

Leider konnten wir am Wochenende unsere geplante Schifffahrt nicht durchziehen, weil das Wetter nicht mitmachte. Wir wollen schliesslich ja auch die Berge sehen. Beim guten Wetter, holen wir uns das bald noch mal nach!

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