Von Mütter, Töchter und Brüder …


Mütter
Quelle: Image courtesy of Photo by Vlado. Published on 23 January 2012 Stock photo – Image ID: 10070249 at FreeDigitalPhotos.net

Wie schon angekündigt, verbleibe ich momentan bei meiner Mutter. Sie freut sich natürlich sehr auf meinem Besuch, da wir uns, der Entfernung wegen, nicht so oft sehen.
Mein Bruder war so lieb, mit meinen Eltern und später mit meiner Mutter ein paar Mal zu uns in die Schweiz zu fahren, damit wir allen eine schöne Zeit verbringen konnten.
Zum Glück habe ich so einen wundervollen Bruder, der meiner Mutter blendend umsorgt. Ich möchte denn auch diesen Beitrag ihm widmen!

Meine Mutter wohnt seit bald drei Jahre in einem sogenannten „Senioren Viertel“. Die Wohnung ist schön und eine alleinstehende Person entsprechend.
Wenn ich da bin, habe ich die Ehre die meisten Bewohner im Viertel begrüssen zu dürfen und mich zu verabschieden wenn ich wieder gehe. Natürlich tue ich das gerne, weil alle sind sehr freundlich und auch sehr nett zu meiner Mutter, meinem Bruder und zu mir. Es gilt dort noch das Prinzip: „Hilft deine Nachbarn“.
Was mir aber aufgefallen ist, dass, trotz Alters, keine der Bewohner ein Hörgerät trägt. Dem Alter entsprechend, sollte das doch statistisch gesehen eigentlich der Fall sein, ich habe aber bisher noch keinen Hörgeräten entdecken können. Muss ich doch noch mal näher recherchieren …

Immer wenn ich bei meiner Mutter zu Besuch bin, probiere ich an unserer alten Wohnung vorbei zu gehen. Dort wohnen jetzt neue Bewohner, der Vorgarten sieht nicht mehr aus und gefühlsmässig ist es nicht mehr „unsere“ Wohnung. Trotzdem sind viele gute und traurige Erinnerungen an solch ein Ort verknüpft. Unseren ersten Hund, Dombey, einen eigensinnigen Dackelhund der mich noch mal gebissen hat (ich war selber Schuld aber es war eine unschöne Erfahrung). Unsere erste Katze, Jonas, ein asthmatischer Siamkater, der trotz Asthma so grenzenlos lieb war. Meine Schul- und Universitätsabschluss, mein erstes Hörgerät, und schlussendlich die Verabschiedung meines Vaters.
Meine Mutter hat den Umzug in ihre neue Wohnung bemerkenswert aufgenommen. Die alte Wohnung war ihr schon länger viel zu gross und sie fühlt sich mittlerweile sehr wohl in ihre hiesige Wohnung und trotz Entfernung haben wir eine ausgezeichnete Mutter-Tochter Beziehung. Meine Eltern und Bruder waren mitentscheidend für die Person die ich heute bin.

Obwohl ich noch nicht das Mittelbare Alter erreicht habe und ich mich schon gar nicht alt fühle, merkt man an solche Sachen, dass man älter wird. Ich weiss und akzeptiere, das ist nun mal unvermeidlich. Ebenso, dass mit dem fortschreitenden Alter auch die Beschwerden kommen, auch bei mir. Soll es doch kommen wie es kommt! Hauptsache, man weiss sich auch mit alle Einschränkungen geliebt, und zum Glück ist das bei mir so.

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