Die Berge


die Berge

Wahrscheinlich habe ich die Liebe und Faszination zu den Bergen von meinen Eltern übernommen. Schon als 4-5 Jährige haben meine Eltern mich und meinem Bruder in die österreichische Alpen mitgenommen in den Ferien. Damals wurde meine Begeisterung von den Bergen noch ein wenig gedämpft durch die körperliche Anstrengung sie zu besteigen, in Tirol liegen ziemlich viele meiner Fussabdrücke, aber als junge Teenager hat mich die Schönheit der Berge für immer erfasst. Ich finde es vor allem faszinierend, dass, wenn man da oben steht, man von den vielen Gipfel umringt ist und nach diese Gipfel noch weitere Gipfel kommen, soweit man schauen kann, oder eben nicht.
Nie hätte ich damals denken können, dass ich je in einem Alpenland wohnen und leben würde!

Die letzte Woche haben wir ein wenig Abkühlung in den Bergen gesucht und gefunden. Wir waren auf der Rigi, Titlis und Stanserhorn. Nebst angenehme Temperaturen haben die wunderbaren Aussichten mich und uns allen erfreut. In den Bahnen nach oben und vor allem nach unten, habe ich aber fleissig Kaugummi gekaut. Der Höhenunterschied, mit Geschwindigkeit kombiniert, sorgt für Druck auf dem Trommelfell. Normalerweise kann ich das mit kauen und Gegendruck ausgleichen und tut es kein weh. Nur wenn ich erkältet bin, dann weiss ich dass ich den Weg nach oben besser meiden kann. Das gilt auch für fliegen. Ich habe schon ein paar Mal fliegen müssen als ich erkältet war und da habe ich meine Ohren bei der Landung schmerzhaft gespürt! Auch normalerweise spüre ich an meinen Ohren, eine halbe Stunde oder so vor der eigentlichen Landung, dass der Landeanflug eingeleitet wird. Zum Glück kann ich das aber normalerweise mit Gegendruck wieder ausgleichen und damit Schmerzen verhindern. Ich kenne aber sogar guthörende Personen die wegen die Ohrenschmerzen im Flugzeug nicht mehr fliegen wollen.

Den Weg nach oben und unten ist deshalb für mich und meine Ohren manchmal nicht ohne Herausforderung. Mein Mann liebt es zum Beispiel, Pässe und Nadelkurven zu fahren, am liebsten ohne Verkehr vor uns. Mich dagegen, kann das weniger begeistern. Etwas in meinem Kopf, wahrscheinlich das Gleichgewichtsorgan, macht mich in den letzten Jahren etwas schwindlich bei diesen scharfen Nadelkurven, trotz der schönen Aussicht.
Ein ähnliches Gefühl der Schwindlichkeit erfahre ich heute auch wenn ich vom Bergwand runter schaue (oder von welche Höhe auch). Ich bin immer froh, wenn es eine gute Absicherung gibt.

Die Jungfrau haben mein Mann und ich schon 3 Mal einem Besuch abgestattet. Das war für mich eine merkwürdige Erfahrung. Einerseits wurde ich im Restaurant jedes Mal von der Aletschgletscher angezogen. Es ist schwer zu umschreiben, aber es war als ob es eine unsichtbare Verbindung gab, die mich körperlich in eine Richtung, die der Aletschgletscher, hinzog. So was habe ich noch nie erlebt und hat mich besonders beeindruckt. Und auch machte die Höhe (3400 m ü M) mir den Kopf ganz leicht. Eine sehr eindrucksvolle Erlebnis, der einem die Einzigartigkeit der Berge bewusst macht.

Als gebürtige Flachländerin, werden die Berge für mich immer eine gewisse Faszination und Mystik beibehalten und ich bin sicher dass ich mich über die Berge immer wieder bestaunen werde. Mit und ohne Schnee.

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