Stimme


Stimme
Quelle: http://all-free-download.com/free-photos/download/singing_children_197509_download.html Author: Tonny Watanebe

Stimmen sind so verschieden wie die Menschen. Meine Stimme gehört mir und ich kann damit ausdrucken was und wie ich das will. Wenn ich sehr aufgeregt oder verärgert bin, wird meine Stimme meistens lauter. In meiner Jugend, wurde ich oft mit „Shhhhh“ ermahnt meiner Stimme zu dämpfen. Meine Stimme ist hoch und kann manchmal laut sein.
Als ich meine Hörgeräte hatte, wurde ich mir mehr meiner Stimme bewusst, weil ich sie nun selbst besser hörte. Seitdem, habe ich von selbst versucht meine Stimme zu dämpfen, welche Aufregungen ausgenommen. Heutzutage bekomme ich sogar manchmal zu hören, dass ich ruhig lauter sprechen darf/soll.

Mittlerweile bin ich es aber, die manchmal „Shhhh“ sagt zu meinem Mann, wenn er mal sehr laut lacht oder am Telefon redet. Manche Menschen meinen ja, dass sie am Telefon besser verstanden werden, wenn sie lauter reden. Seitdem ich Hyperakusis (überempfindlich für laute Geräusche) habe, tun mir laute und vor allem hohe Stimmen weh am Ohr. Laute und hohe Kinderstimmen oder –Schreien sind für mich am schlimmsten. Und nein: ich habe gar nichts gegen Kindern, habe im Gegenteil Kinder gern, nur ihre Stimmen schneiden manchmal Buchstäblich in meinem Trommelfell.
Aber nicht nur Kinderstimmen machen mir manchmal zu schaffen. So waren wir neulich im Zug und da war eine Dame im Handy mit jemand am Reden. Ihre Stimme war für meinen Ohren sehr unangenehm und dazu hat sie noch ziemlich laut geredet. Natürlich konnte die Dame nichts dafür aber für mich war es Nervenzerrend.
Also, lieber Pa, wenn du von deiner Wolke diesen Blog mitliest: Ich verstehe deinen „Shhh“ jetzt sehr gut!

Stimmen von Gehörlosen sind ab und zu gewöhnungsbedürftig. Weil gebürtige Gehörlosen selbst ihre Stimme nie gehört haben, haben sie manchmal Schwierigkeiten mit der Intonation der Stimme. Für aussenstehenden, tönt so eine Stimme meist monoton. Wenn man sich aber Zeit lässt, kann man sich daran gewöhnen. Persönlich habe ich grosse Bewunderung für die Gehörlosen die überhaupt die Lautsprache gemeistert haben. Lautsprache lernen ist nicht für jeder Selbstverständlich und erfordert für Gehörlosen oder Hochgradig Schwerhörigen grosse Anstrengung und Ausdauer.
Es zeigt aber auch, wie viel wir unbewusst gewöhnt sind mit unserer Stimme auszudrucken.
So ist singen eine wunderbares Instrument unserer Stimme. Ich kann selbst zwar singen wie eine falsche Krähe und mache dass nicht in der Öffentlichkeit wenn ich es vermeiden kann, aber ich schätze sehr wohl eine schöne, flexible und klare Singstimme. Wie bei Musik, kann auch eine Stimme mich emotional berühren. Als ich in Moskau war, habe ich mal in der Metrohalle so ein wunderbarer Gesang gehört, dass mir das zu Tränen rührte. Wenn es nach mir gekommen wäre, hätte ich dieser Mann sofort und zur Stelle einen Job bei der Oper oder einen Plattenkontrakt angeboten.

Beim Sprechen, habe ich ebenfalls einen Vorzug für eine männliche, tiefe Stimme, so wie der verstorbene Richard Burton (amerikanischer Schauspieler) die hatte. Der Vorteil ist, die Stimme tut meine Ohren kein Weh und ich höre sie ausserdem gerne zu. Was wünscht man sich noch mehr?

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