Studentenjahre


Studentenjahre

Quelle: http://www.ruhr-uni-bochum.de/bilder/

An meinen Studentenjahren habe ich besonders gute Erinnerungen. Als Studentin der Geschichtswissenschaften konnte ich meine historische Neugier austoben und lernte nette Mitstudenten und –Studentinnen kennen. Da ich nicht allzu oft an der Uni sein musste, wohnte ich noch bei meinen Eltern und pendelte ich hin und her.
Da ich mich auf Osteuropäische- und Russische Geschichte spezialisierte, konnte ich nicht umher auch die Russische Sprache zu lernen. Das war nicht einfach, aber mir machte es sehr viel Spass.

Schon am Anfang meines Studiums wusste ich, dass ich irgendwann mal eine Weile ins Ausland studieren wollte. Russland war natürlich mein bevorzugtes Land, da Russland damals noch nicht so offen war und Kontakte fehlten, war das leider nicht möglich.
Als ich erfuhr, dass der Ruhr Universität Bochum (Deutschland) eine ausgezeichnete Osteuropäische Fakultät hatte, entschied ich mich dafür. Und bedauert habe ich es nie. Ich kann ruhig sagen, es war das Jahr meines Lebens. Ich hatte mich anfänglich für ein halbes Jahr angemeldet, bin schliesslich ein Jahr geblieben. Ob es meinem Abschlussarbeit zur Gute gekommen ist, wage ich zu bezweifeln aber mich persönlich allerdings. Es war das letzte Jahr meines Studiums und ich wollte dies zur volle benutzen. Inhaltlich war das Jahr voll besetzt. Ich hatte mich für mehrere Seminare angemeldet und das letzte halbe Jahr drehte sich vor allem um erwähnte Abschlussarbeit.

Nebst das Studieren war das Studentenleben sehr abwechslungsreich. In der WG wo ich lebte, bekam ich viele Freunde und ich durfte auch an verschiedene Ausflüge die für Ausländische Studenten organisiert wurden, teilnehmen.
Meistens war irgendwo etwas zu tun und meine Freundin und ich wurden sehr oft mitgenommen. Meine Hörbeeinträchtigung war nie ein Thema. Nicht für mich und auch nicht für die anderen.

Als ich nach diesem Jahr wieder zu meinen Eltern zurückkehrte, war das für beiden nicht sehr einfach. Ich hatte noch keinen eigenen Wohnraum, keine Arbeit und hatte auch irgendwie Heimweh nach dem Studentenleben.
Trotzdem habe ich versucht diese Zeit so gut wie möglich zu Überbrücken. So war ich, trotz Studiums, noch nie in Osteuropa oder in Russland und das wollte ich doch mal erleben. Deshalb habe ich mich bei einen Sprachkurs angemeldet, bei dem ich für 4 Wochen in Russland verbleiben konnte. Am Morgen Sprachunterricht und am Nachmittag konnten wir Petersburg und Moskau erkunden. Auch das war eine unvergessliche Erfahrung für mich. Auch hier war meine Hörbeeinträchtigung kein Thema. Gut, ich habe damals noch etwas besser gehört als heute, aber Probleme habe ich nicht gehabt und man hat mich akzeptiert wie ich war.

Mit meine Erfahrungen kann ich nur hiesige Studenten und Studentinnen empfehlen: versucht euch mal eine Zeit im Ausland. Auch wenn ihr Hörbeeinträchtigt seid, ist das keinen Grund einen Auslandsaufenthalt zu unterlassen. Ihr wird ganz bestimmt eine Lebenserfahrung reicher.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s