Zuhause


Zu Hause
Quelle: http://www.freeimages.com/photo/welcome-3-1557452

Im Moment sind wir mitten in der Ferienzeit und trotz der Hitze und des schönen Wetters hier Zulande sind die meiste Leute nicht zu Hause, sondern in die Ferien. Meine Gymnastik Stunden haben jetzt 3 Wochen Schluss (was ich der Hitze wegen nicht sehr bedauere) und auch sonst ist nicht viel los.
Da meinen Mann und ich meistens im Herbst Ferien haben, geht für mich, zwar auf niedrige Stufe, alles einigermassen weiter. Ich benutze diese Zeit aber gern für Sachen, für die ich sonst keine oder wenig Zeit habe, oder zum Nachdenken.

So fragte mich letztens jemand, ob ich in die Ferien noch nach Hause fahre. Zuerst habe ich gemeint, ich habe die Frage falsch verstanden, aber dann ging mir das Licht auf. Die eigentliche Frage war natürlich, ob ich noch nach den Niederlanden fahren würde, zu meiner Mutter (mein Vater ist leider vor 4 Jahren gestorben).

Nun erhebt sich ja die Frage: wo ist mein Zuhause? In den Niederlanden hatte ich vor unserem Umzug in die Schweiz eine schöne Arbeitsstelle, angenehme Kollegen, Freunde, Verwandte, herzliche Nachbarn und ich habe viel mehr autogefahren als hier. Das letzte darf Ihnen vielleicht unwichtig erscheinen, aber angesehen die Mühe die ich mir gemacht habe den Führerschein zu „erobern“ für mich schon einen Punkt.

Trotzdem, wenn man mich fragt wo mein Zuhause ist, dann sage ich: hier, in der Schweiz, weil ich mich hier auch wirklich zu Hause fühle. Zwar vermisse ich meine Verwandte, Mutter und Bruder voran, und meine Arbeitsstelle, aber irgendwie hat die Schweiz es geschafft mich einzufädeln. Und zurück zum Flachland wollen wir schon gar nicht mehr.

Anfänglich war mein Plan mich in der Schweiz einzuleben durch Freiwilligenarbeit und nach einem Jahr wieder einen Job zu suchen. Die Krankheit und der Tot meines Vaters haben diesen Plan durcheinander gebracht, aber das ist gut so. Einen ähnlichen Job wie ich hatte, als Arbeitsberaterin und Jobcoach für Hör- und Sprachbeeinträchtigte (sie zu unterstützen bei der Arbeitssuche und am Arbeitsplatz zu begleiten wenn nötig um den Arbeitsplatz zu behalten), wäre ohnehin nicht möglich gewesen. Stattdessen habe ich mich mit freiwillige und ehrenamtliche Arbeit nützlich gemacht und langweile mich nicht im Geringsten. Im Gegenteil, manchmal habe ich sogar mehr zu tun als wenn ich einen regulären Job gehabt hätte.

So bin ich momentan dabei, meinen alten Job wieder auszuüben, zwar unbezahlt, aber trotzdem. Ich werde ein und möglicherweise zwei Hörbeeinträchtigte Menschen bei ihrer Arbeitssuche unterstützen und kann so meine Berufserfahrung und –Kenntnis in der Praxis umsetzen. Da die Arbeitssuche für Hörbeeinträchtigte nicht so einfach ist, wird mich das schon eine Weile beschäftigen und ich betrachte diese Arbeit als eine besondere Herausforderung. Deswegen wird es höchstwahrscheinlich nicht das letzte Mal sein, das ich über dieses Thema berichten werde. Sie sind also vor gewarnt!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s