Bücher


Bücher Quelle: ID 16412243 © Jslavy | Dreamstime.com

In meiner Kindheit hat meine Mutter mich unzähligen Malen vorgelesen. Meistens vor dem Schlafen gehen. Und mir konnte es nicht lange genug dauern. Meine Mutter machte es Spass und ich konnte oft noch eine extra Geschichte erbetteln. Als ich selber zu lesen anfing, war’s um die Bücher geschehen. Schon in der Grundschule nahm ich manchmal in der Mittagspause ein Buch mit, was ich dann am Mittag gelesen wieder mit zurück nahm. Die Lehrerin wollte zuerst nicht glauben, dass ich das Buch tatsächlich schon gelesen hatte und befragte mich nach der Inhalt. Erst, als ich die Fragen beantworten konnte, hat sie mir geglaubt. Und eigentlich ist es seither immer so geblieben. Ich lese immer noch ziemlich schnell und vor allem sehr viel und gerne. Mein bevorzugte Zeit ist immer noch vor dem Schlafen gehen. Es bringt mir ruhe und Ablenkung von alles was mir tagsüber durch den Kopf gegangen ist. Ohne wenigstens ein paar Seiten gelesen zu haben, schlafe ich kaum ein. Ich bin, um es kurz zu sagen, einen Bücherwurm.
Wenn ein Buch mich fesselt, dann bin ich ganz und gar von der Welt. Manchmal komme ich zu mir, mit einen weissen und eine rote Backe, ganz vor Konzentration. Bücher bereiten mir Freude und es spricht für sich, dass ich zu Hause ein paar volle Bücherschränke habe. Um ein wenig Platz zu sparen, sonst wird unsere Wohnung wirklich zu klein, habe ich mir einen sogenannten Reader angeschafft. Auf diesem Reader kann man elektronisch Bücher lesen. Es hat zwar nicht die Romantik von einem Buch in der Hand, ist aber weniger schwer und hat sehr viel Speicherplatz. Ausserdem ist es unterwegs und in den Ferien einfach mit zu nehmen.

Wie ich schon mal erwähnt habe, lese ich einmal pro Monat einer Gruppe Bewohner im Altersheim vor. Die meisten sehen schlecht und freuen sich sehr ein Buch vorgelesen zu bekommen. Natürlich sind nicht alle Bücher dazu geeignet. Am besten sind kurze Geschichten, die man in einer Stunde vorlesen kann. Beliebt sind vor allem Lebensgeschichten. In einem Buch, hat eine Journalistin die Lebensgeschichte von ca. 50 ältere Personen aufgezeichnet. Diese Lebensgeschichten sind sehr variiert und manchmal sogar spannend. Meistens versuche ich dabei „meine Gruppe“ auch ein wenig von ihrer eigenen Geschichte zu entlocken. Und das klappt immer bestens. Die Erinnerungen sind viele und die Bewohner erzählen gern, so gerne wie ich sie vorlese.

Ich kann mir keine Welt ohne Bücher vorstellen. Wahrscheinlich sind es die Gene: meine Mutter liest ebenfalls gerne und auch ihre Mutter hat sehr gerne gelesen und als sie später erblindete, hat sie sich Hörbücher angehört. Meine historische Neugier spielt auch sicher eine Rolle. Wie es auch sei: für mich persönlich sind Bücher ebenso lebensnotwendig wie meine Hörgeräte, ob ich die Bücher nun selber lese oder an andere vorlese.

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