Statistik


Statistik

Quelle:ID 13857983 © Borislav Mishev | Dreamstime.com

In der Schweiz wurden in 2009 von etwa 2.25 % der Bevölkerung ein oder zwei Hörgeräte getragen. Das ist knapp 1/5 der Schwerhörige. Die Statistiken wurden gemäss repräsentativen Umfragen sowie Auswertungen von http://www.schwerhoerigkeit.info erstellt. Leider sind die Angaben sehr ungenau und vermischt deshalb müssen wir bei unserer theoretischen Statistik einige Annahmen treffen.
Die Grunddaten stammen vom Bundesamt für Statistik sowie der IV.Es wurden 75 000 Hörgeräte abgegeben.

Heute, sechs Jahre später sind diese Zahlen sicher höher geworden. Es geht also um ein eindrucksvoller Anteil der Bevölkerung.
Laut diese Rechnung sind nur die Hörgerätträger mitgerechnet. Da Hörbeeinträchtigungen sehr unterschiedlich sind, ist der Zahl von Hörbeeinträchtigen im Allgemeinen (CI, ertaubt), noch viel grösser. Und wird wahrscheinlich stets wachsen, da wir älter werden und die Altertum Schwerhörigkeit zunehmen wird.

Das heisst, dass wir, Hörbeeinträchtigte und damit meine ich alle Hörbeeinträchtigte, in zunehmender Masse am Alltag teilnehmen. Unsere Gesellschaft ist darauf leider noch nicht genug eingestellt. Unsere schnelle Gesellschaft steht immer mehr unter Zeitdruck und es gibt weniger Zeit, Verständnis und Geduld für verlangsamende Faktoren wie Altertum oder Hörbeeinträchtigung. Hörbeeinträchtige brauchen meistens etwas mehr Zeit bis sie etwas verstehen, oder besser gesagt bis ihr Gehirn das Gesagte verarbeitet hat. Auch das wiederholen von Sätze braucht Geduld ihrer Umgebung und genau daran mangelt es manchmal schon.
So wie ältere Leute meistens mehr Zeit brauchen die Strasse zu überqueren und die ungeduldig wartende Autos gleich mit rollenden Motor hinter ihre Fersen wegspringen.

Da Hörbeeinträchtigte und ältere aber genauso Teil der Gesellschaft sind als alle Andere, ist für diesen wachsenden Anteil der Bevölkerung jedoch eine Lösung angefragt. Teil dieser Lösung sind natürlich die modernen Kommunikationsmittel, wie Whatsapp oder Skype. Trotzdem braucht es noch mehr für eine richtige Inklusion. Respekt, Geduld, Toleranz und Aufklärung sind ebenfalls gefragt.
Eine Hörbeeinträchtigung ist meistens unsichtbar. Ältere Leute, die in ihr Zimmer oder in ihre Wohnung vereinsamen sind auch oft unsichtbar.

Durch meine Freiwilligenarbeit hoffe ich meinerseits einen kleinen Beitrag zu liefern an das Wohlbefinden beider Gruppen.
Laut Statistiken würde ohne alle freiwilligen, ehrenamtlichen Mitarbeiter, die Schweizer Wirtschaft wahrscheinlich nicht drehen. Hinter all diese Statistiken stecken jedoch individuelle Menschen die gerne nur eins wollen: zur Gesellschaft gehören in dem sie leben.
Und das gilt genauso gut für uns, „statistische“ Hörbeeinträchtigte. Wir sind ja nicht nur Statistik, sondern stehen wirklich da, im vollen Leben und dass wir weniger hören, bedeutet nicht das anderen uns nicht hören können! Wenn wir uns sichtbar und hörbar machen, kommen wir besser in die Gesellschaft an. Genau wie wir es gerne hätten.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s