CI


Cochlear_implant

Quelle: I, Ydomusch, the copyright holder of this work, hereby publishes it under the following licenses: under the terms of the GNU Free Documentation License

Gestern Abend war ich an einer Lesung. Jemand hatte ein Buch geschrieben über seinen Erfahrungen als hochgradig Schwerhöriges Kind bis zum „neuen“ Leben mit einem Cochlear Implantat, kurz genannt CI. Trotz grosse Hindernisse in seiner Kindheit, hat der Autor es geschafft sich zum positiven und lebensfreudigen Menschen zu entwickeln.

Die Lesung war für mich sehr interessant, nicht nur weil man an so einer Lesung und danach neue Kontakte knüpfen kann, aber auch in Sicht als potenzieller künftiger CI Kandidatin. Zum Glück ist mein Gehör im Moment stabil, aber es braucht nicht sehr viel Verlust damit Hörgeräte nicht mehr ausreichen. Ich rechne also damit dass es irgendwann in meinem Leben noch mal zu einem CI kommen wird, die Frage ist eher wann.
Einerseits ist es eine beruhigende Idee dass man heutzutage, wenn man ertauben sollte, noch eine Alternative hat, sei es auch nicht ganz ohne Risikos. Die Mehrheit der mir bekannte CI Träger ist positiv über die Technik in ihre Ohren. Es gibt sogar Leute die sich in relativ hohen Alter implantieren lassen und sich sehr über ihr neues Hören freuen. Die Technik ist mittlerweile sehr gut entwickelt und entwickelt sich immer weiter. Sowohl Hörgeräte und CIs werden immer besser und vernünftiger.
Trotzdem ist es harte Arbeit und braucht man viel Durchsetzungsvermögen um auch mit der besten Technik wieder neu hören zu können, das ist mir schon klar geworden.

Warum macht mir die Gedanken an einer CI bei mir selbst trotzdem ein wenig Angst? Führt man eine Elektrode in die Cochlea ein, kann es dazu führen, dass die Hörsinneszellen, welche Schallwellen in elektrische Energie umwandeln (um danach diese dem Hörnerv weiterzugeben), zerstört werden. Und gar zu ertauben, gar nichts mehr hören zu können, ist mir offen gesagt ein Schreckensbild. Wahrscheinlich, weil mein Gehör erst später nachgelassen hat und ich weiss was ich damit verliere. Ausserdem gleichen meine Hörgeräte jetzt noch relativ gut aus um gut zu funktionieren.
Nun ist es wirklich nicht so, dass ich jeden Tag mit solche Gedanken herumlaufe! Im Gegenteil, normalerweise bin ich einfach zufrieden mit dem Restgehör das ich noch habe und denke nicht zu viel an die Zukunft.

Jedoch, so eine Lesung macht einem ein wenig nachdenklich. Gedanken wie „wie würde ich mich selbst entscheiden und wie würde es mir gehen wenn es mal so weit kommen würde“ kommen dann doch auf mich zu.
Eins bin ich mir aber schon sicher: Es kommt wie es kommt! Einen CI wäre für mich die letzte Option und wenn ich mal eins (oder zwei) brauche, dann habe ich nichts mehr zu verlieren und werde ich mich schon damit abfinden. Schliesslich ist es eine gute Alternative zur Ertaubung und … da gibt es immerhin noch schlimmeres.

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