Gewitter


Gewitter Quelle: http://www.freefoto.com/preview/16-12-43/Storm-Clouds

Freuen Sie sich auch auf das Gewitter heute Abend? Ich hoffe nur nicht dass es zu laut wird, aber nebst spannendes Naturphänomen ist es mir als Abkühlung willkommen.

In meiner Kindheit hatte ich ziemliche Angst vor dem Gewitter. Meine Mutter ging dann meistens in der Küche, tat also sie dort was machte und manchmal hat sie sogar gesungen, weil sie wusste dass mich das beruhigte. Wenn es mal wirklich krachte, kam sie zu mir ins Zimmer.

Als ich als 16-Jährige in ein Sommerlager für Kinder als Spielleiterin tätig war, hat es in diese 2 Wochen auch mal richtig Sturm und Gewitter gegeben. Wir, die Leitung, schliefen in Zelten, die Kinder in einen Stall. Wenn man dann kleine, meist ängstliche Kinder beim Gewitter beruhigen muss, hat man selbst keine Zeit für Ängste. In diesem Sommer verlor ich meine Angst für Gewitter (und auch für Spinne, übrigens). Das zelten habe ich aber nie lieben gelernt nach ein paar Nächte im nassen Schlafsack! Dabei geht es mir nicht um Luxus, sondern um ein trockenes Dach über den Kopf.

Heutzutage finde ich es schon recht gemütlich, wenn man sich zu Hause das Gewitter ansehen und anhören kann. Wenn es geht, vermeide ich es jedoch mich während eines Gewitters draussen zu befinden.
Vor ein paar Wochen hat es hier in der Schweiz so richtig geknallt. Ich konnte es sogar ohne Hörgeräte in Bett hören. Dann finde ich es schon weniger gemütlich. Da ich besonders für laute Geräusche empfindlich bin, ich gehe deshalb auch nicht mehr an Konzerte, mag ich die ganz lauten Knalle noch immer nicht so gerne. Die Knalle treffen mich nicht nur ins Gehör, sondern in dem ganzen Körper. Auch wenn ich mental weiss dass der Donner auf der Blitz folgt, reagiert mein Körper mit schrecken. Es ist jedoch keine Angst mehr, sondern nur eine Reaktion auf die Lautstärke.

Vielleicht tönt das für Guthörenden ein wenig komisch, aber Gehörverlust geht oft auch mit Überempfindlichkeit für laute Geräusche (Hyperakusis) zusammen. Das hat damit zu tun, dass bei der Gehörverlust die Geräuschempfindlichkeitsgrenze gleich bleibt, nur dass die Grenze schneller erreicht wird. Es gibt auch Hyperakusis ohne Gehörverlust und ich kenne einige Fälle die sehr darunter gelitten haben.
Es ist also ein bisschen doppelt, dass einerseits Töne verstärkt werden müssen, aber andererseits wieder abgeschwächt, damit sie nicht zu laut werden.
Es kommt öfters vor, dass ich die Lautstärke des Fernsehers runter drehe, statt lauter, weil es mir zu laut ist. Das heisst aber auch, dass Untertitel sehr wichtig für mich ist, damit ich die Sendung trotzdem folgen kann. Seit ein paar Jahre bringt mir ein spezielles gerät, das die Töne direkt vom Fernseher in meinem Ohr bringt, sehr gute Diensten.

Also, ich hoffe heute Abend auf jeden Fall auf ein schönes, nicht zu heftiges Gewitter und ein bisschen weniger Wärme morgen!

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